Mit dem Tod umgehen - Mantren können unterstützen
- Gabriela Vanin
- 1. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Die Mantren "Maha Mrityunjaya Mantra" & "Akaal" können unterstützen
Im Hinduismus und im Yoga gibt es tatsächlich mehrere Mantras, die traditionell für Verstorbene rezitiert werden, um der Seele den Übergang ins Jenseits zu erleichtern und Frieden zu bringen.
-Eines der wichtigsten und am häufigsten verwendeten Mantras ist das Maha Mrityunjaya Mantra.
Es wird oft gesungen, um Heilung, Schutz und Befreiung von der Angst vor dem Tod zu bringen und der Seele eines Verstorbenen den Weg in die nächste Existenzebene zu erleichtern.
Das Maha Mrityunjaya Mantra lautet:
ॐ त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम्।
उर्वारुकमिव बन्धनान्मृत्योर्मुक्षीय मामृतात्॥
Transliteration:
Om Tryambakam Yajamahe Sugandhim Pushtivardhanam,
Urvarukamiva Bandhanan Mrityor Mukshiya Maamritat.
Übersetzung:
“Wir verehren den dreiäugigen Gott (Shiva), der wohlriechend ist und Nahrung spendet. Möge er uns befreien aus der Bindung (an die Sterblichkeit), wie eine reife Frucht vom Stiel abfällt, und uns zur Unsterblichkeit führen.”
Dieses Mantra wird oft in Ritualen und Gebeten für Verstorbene verwendet, um die Seele zu unterstützen, loszulassen und in Frieden weiterzuziehen. Es gilt als sehr kraftvoll und wird oft 108 Mal rezitiert, um seine volle Wirkung zu entfalten.
-Das Mantra “Akaal” stammt aus der Sikh-Tradition und bedeutet „zeitlos“ oder „über den Tod hinaus“.
Es wird im Zusammenhang mit dem Tod verwendet, um die Unsterblichkeit der Seele zu betonen. In Sikh-Ritualen und Gebeten für Verstorbene wird das Mantra „Akaal“ oft rezitiert, um der Seele zu helfen, den physischen Körper loszulassen und ins unendliche, zeitlose Bewusstsein einzugehen.
Die vollständige Rezitation lautet in der Regel „Akaal, Akaal, Akaal“, was ausdrückt, dass die Seele unsterblich ist und keine Bindung an die materielle Welt hat. Es erinnert daran, dass der Tod nur ein Übergang ist und dass die Seele jenseits von Raum und Zeit existiert.
Im Sikhismus glaubt man, dass durch das Rezitieren von „Akaal“ die Seele des Verstorbenen in das Reich des Ewigen, des Zeitlosen (Waheguru) geleitet wird.
-Im Hinduismus gibt es verschiedene Vorstellungen und Überlieferungen darüber, wie lange die Seele nach dem Tod auf der Erde verweilt.
Diese Ansichten können je nach Region, Tradition und Textquelle variieren. Eine der gängigsten Überzeugungen, die aus vedischen und Puranischen Schriften abgeleitet wird, besagt, dass die Seele in den ersten 13 Tagen nach dem Tod noch in der Nähe der Erde verweilt.
Hier ist eine Übersicht der typischen Vorstellung:
1. Sofortiger Tod und Übergangsphase:
Nach dem physischen Tod trennt sich die Seele (Atman) vom Körper, aber sie befindet sich noch in einer Zwischenphase. Während dieser Zeit ist die Seele oft verwirrt und möglicherweise unruhig, da sie sich an den neuen Zustand ohne Körper gewöhnen muss.
2. Rituale während der ersten 13 Tage:
In den ersten 13 Tagen nach dem Tod werden verschiedene Rituale und Zeremonien (Shraddha oder Antyesti) von der Familie des Verstorbenen durchgeführt, um der Seele zu helfen, Frieden zu finden und den Übergang ins nächste Leben oder in die nächste Existenzebene zu erleichtern. Es wird angenommen, dass die Seele in dieser Zeit noch eine gewisse Bindung an das Irdische hat.
3. Der 13. Tag:
Der 13. Tag markiert in vielen Traditionen den endgültigen Übergang der Seele in die geistige Welt oder den Beginn ihres Weges ins Jenseits. Am 13. Tag wird eine besondere Zeremonie, das sogenannte “Tarpana” oder “Pind Daan”, durchgeführt, um die Seele zu ehren und sie loszulassen. Dies symbolisiert, dass die Seele ihre Reise in die nächste Dimension fortsetzt.
4. Jahresritual:
Ein Jahr nach dem Tod gibt es oft ein weiteres Ritual, um den Verstorbenen zu ehren und sicherzustellen, dass die Seele ihren Weg gefunden hat.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach dem Hinduismus die Seele bis zu 13 Tage nach dem Tod in der Nähe der Erde verweilen kann, bevor sie in eine andere Existenzebene übergeht. Die Rituale in dieser Zeit sollen der Seele helfen, ihre Bindungen zu lösen und den Übergang in den spirituellen Bereich zu erleichtern.



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